*Rezension* Rosie Walsh - Ohne ein einziges Wort

Rezensionsexemplar | Autor: Rosie Walsh | Titel: Ohne ein einziges Wort |  Verlag: Goldmann - Random House | Seitenzahl: 528 Seiten |  Erscheinungsdatum: 14. Mai 2018 | Originaltitel: The Man Who Didn't Call | Zum Buch |

 

Inhalt:

Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.

 

Rezension:

Sarah trifft auf Eddie und nach einer Woche ist sie sich sicher, dass sie zusammen gehören. Eddie bricht in seinen Urlaub auf und hält sich nicht an sein Versprechen, dass er sich melden würde. Sarah will wissen warum und weiß einfach, dass irgendwas passiert sein muss. Also macht sie sich auf die Suche nach dem Mann, der nicht von ihr gefunden werden will.

 

Sarah war etwas nervig, da sie schon sehr am rumjammern war und ich mehrmals die Augen verdrehen musste. Dadurch hatte ich oft das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt und nichts voran kam. Ich hatte keinen Moment, wo ich ihre Handlungen oder Gedanken nachvollziehen konnte, da sie mir einfach zu naiv und unselbstständig war. Ich muss mich zwar nicht mit jedem Protagonisten identifizieren können, aber hier war ich einfach nur noch genervt.

 

Auch Edde konnte mich nicht überzeugen und war mir sogar größtenteils eher unsympathisch. Er war nachtragend und ich konnte einfach nicht verstehen, warum Sarah ihm gefolgt ist.

 

Der Schreibstil war an sich nicht schlecht und ich hatte keine Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Es war sehr flüssig geschrieben, aber leider kam keine Spannung auf. Es wirkte teilweise ziemlich lieblos beschrieben und einiges auch ziemlich weit hergeholt, dabei war die Grundidee wirklich interessant.

 

Nach 100 Seiten habe ich mich bereits gefragt, ob die Geschichte besser werden würde. Nach 200 Seiten war mir dann leider klar, dass es nicht der Fall ist. Ich habe trotzdem weitergelesen, hätte das Buch aber zwischendurch doch gerne abgebrochen. Die letzten Kapitel habe ich dann auch nur noch überflogen, da ich das Buch einfach nur noch beenden wollte.

 

Ich muss zugeben, dass der englische Titel 'The Man who didn't call' wirklich perfekt zur Geschichte passt und sie eigentlich mit dem einen Satz auch schon beschreibt. Der deutsche Titel, der Klappentext und das wirklich tolle Cover haben eine bittersüße Liebesgeschichte versprochen, die der Inhalt leider nicht halten konnte.

 

2 von 5 Schmetterlinge


©
Foto: Chantal Sadowski
Cover: Goldmann - Random House

Kommentar schreiben

Kommentare: 0