*Rezension* Nora Roberts - Licht in tiefer Nacht

Rezensionsexemplar | Autor: Nora Roberts | Titel: Licht in tiefer Nacht |  Verlag: Diana - Random House | Seitenzahl: 544 Seiten |  Erscheinungsdatum: 25. September 2017 | Originaltitel: Come Sundown | Zum Buch |

 

Inhalt:

Die prächtige Bodine Ranch in Montana ist seit Generationen ein familiengeführtes Gestüt. Unter der erfolgreichen Leitung der jungen Bodine Longbow wurde das Anwesen zu einem beliebten Feriendomizil ausgebaut. Doch so lange Bodine denken kann, liegt ein dunkler Schatten über diesem idyllischen Ort. Ihre Tante Alice lief mit achtzehn fort und wurde nie wieder gesehen. Was niemand von den Longbows ahnt: Alice lebt. Nicht weit von ihrer Heimat entfernt, ist sie Teil einer Familie, die sie nicht selbst gewählt hat …

 

Rezension:

Ich bin ein großer Fan von Nora Roberts, habe aber bisher fast nur ihre Trilogien gelesen. Jetzt habe ich mich nach langer Zeit mal wieder an einen ihrer Einzelromane gewagt.

 

Die Bodine Ranch gibt es schon seit mehreren Generationen und seit einiger Zeit existiert unter der Leitung der Bodine Longbow auch das Bodine Resort. Ein wunderschönes und beliebtes Feriendomiziel, das die gesamte Zeit von Bodine fordert. Aber ihr Privatleben wird nun durcheinander gewirbelt, denn ihre Tante Alice Bodine, die vor mehr als 25 Jahren verschwand taucht wieder auf. Das Geheimnis ihres Verschwindens wird nach und nach gelüftet, denn Alice wurde all die Jahre festgehalten und misshandelt.

 

Schon am Anfang wird man mit der gesamten Familie und auch den Mitarbeitern der Ranch und auch des Resorts konfrontiert. Dazu kamen auch direkt noch die Spitznamen und dass der Vorname der Protagonistin der Name auch der Familienname ist, hat mich schon ziemlich irritiert. Bis ich wusste wer wer ist, hat es auch ziemlich gedauert. Dadurch blieben die Charaktere sehr blass und ich habe keinen richtigen Zugang zu irgendwem gefunden.

 

Bodine selbst war mir weniger sympathisch und dachte die meiste Zeit nur an ihre Arbeit und kam für mich selbst sehr gefühlskalt rüber. Auch die anderen Charaktere blieben eher flach und es fehlte ihnen an Tiefe.

 

Allgemein hat es über 150 Seiten gedauert bis ich überhaupt in die Geschichte hineingefunden hatte. Wäre das Buch nicht von Nora Roberts gewesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen. Nach einem Drittel war ich endlich ein Teil der Geschichte und fand es dann auch sehr spannend. Der Spannungsbogen hat aber ziemlich schnell wieder abgenommen und die Geschichte dümpelte dann so vor sich hin. Es passiert nicht mehr viel und ab der Hälfte habe ich mich nur noch dazu gezwungen weiterzulesen.

 

Ich wollte schon wissen, wer jetzt genau Alice entführt hat und dieser dramatische Suspense-Teil hat mich überhaupt dazu gebracht bis zum Ende durchzuhalten. Ich finde es sehr schade, dass dieses Buch so enttäuschend für mich war, da ich ein riesiger Fan von Nora Roberts bin, aber vielleicht sollte ich einfach bei ihren Trilogien bleiben.

 

 

2 von 5 Schmetterlinge


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Foto: Chantal Sadowski
Cover: Diana - Random House

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