*Rezension* Nora Roberts - Jenseits der Sehnsucht

Autor: Nora Roberts | Titel: Jenseits der Sehnsucht | Reihe: Hornblower Odyssee Band 2 |  Verlag: Heyne - Random House | Seitenzahl: 321 Seiten |  Erscheinungsdatum: 31. Juli 2013 | Originaltitel: Time Change | Zum Buch |

 

Inhalt:

Quer durch die Weiten des Weltalls reist der Astrophysiker Jacob Hornblower in die Gegenwart. Sein Ziel: Er will seinen Bruder Caleb finden. Doch kaum landet sein Raumschiff in Oregon und Jacob betritt das idyllisch gelegene Holzhaus, wo er Cal vermutet, erlebt er eine Überraschung. Eine aufregend schöne, temperamentvolle, junge Frau steht vor ihm. Doch Sunny will nur ihre Ruhe haben. Aber er wartet, bis Cal auftaucht. Jeder Tag mit Sunny zeigt ihm deutlicher, wie reizvoll Küsse bei echtem Kerzenschein und altmodischem Kaminfeuer sind.

 

Rezension:

Ich habe direkt nach dem ersten Teil der Dilogie zum zweiten gegriffen und habe mich sehr auf die Geschichte gefreut, leider wurde ich ziemlich enttäuscht.

 

Jacob fand ich als Charakter absolut unsympathisch. Für ihn war jeder aus dem 20. Jahrhundert dumm und primitiv, obwohl er eigentlich wissen müsste, dass alles aus seiner Zeit ja darauf aufbaut, was in der Vergangenheit passiert ist. Ich denke auch nicht, dass die Menschen im 18. Jahrhundert dumm waren, nur weil es dort noch Pferdekutschen statt Autos gab.
Dazu war er arrogant und hielt sich die ganze Zeit für was besseres, da seine 'Kultur' weiter fortgeschritten war. Überraschung, er kam aus der Zukunft, da ist es wahrscheinlich, dass der Fortschritt groß ist. Er hat mich wirklich genervt und das wurde leider im Laufe der Geschichte nicht besser. Immer wenn er sich zu Sunny hingezogen gefühlt hat, war es ihre Schuld. Hallo?!

Und dazu denkt er die ganze Zeit, dass Libby seinen Bruder manipuliert haben muss und deswegen nicht zurück gekehrt ist. Dass er Cals Entscheidung nicht versteht, konnte ich noch nachvollziehen, aber dass er der Meinung ist, dass er seinen Bruder zurückbringen kann, wenn er nur mit ihm redet und ihm seinen Fehler zeigt, fand ich so anmaßend. Er hält sich für klüger, besser und fehlerlos. NERVIG.

 

Man merkt, dass mich super vieles an Jacob gestört hat und ich denke, dass er der nervigste, männliche Charakter ist, den Nora Roberts bisher geschaffen hat. Schrecklicher Mann.

 

Sunny, die Schwester von Libby aus Band 1 ist das genaue Gegenteil von Libby. Sie weiß noch nicht, was sie im Leben will, zumindest was das berufliche angeht. Sie ist stark und taff und nicht auf den Mund gefallen, so konnte sie Jacob zumindest Paroli bieten. Dadurch, dass sie Jacob in seine Schranken weisen konnte, war sie mir schon sympathisch. Auch wenn mir Libby sooo viel besser gefallen hat.

Ich wusste schon nach den ersten paar Seiten, wie dieses Buch ausgehen würde. Es konnte mich daher in keinster Weise überraschen. Dazu waren die Charaktere (vorallem Jacob) leider auch nicht wirklich sympathisch. Der Schreibstil ist angenehm, aber was anderes kann man von NR auch nicht erwarten, trotzdem konnte das die Geschichte auch nicht retten.

 

Ich habe eigentlich drei Schmetterlinge geben wollen, aber nach dieser Rezension, kann ich leider nur noch zwei geben. Der Protagonist war schrecklich, daher kann ich nicht mehr geben.

 

2 von 5 Schmetterlinge


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Foto: Chantal Sadowski
Cover: Heyne - Random House

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