*Rezension* Laura Kneidl - Water & Air

Autor: Laura Kneidl | Titel: Water & Air | Verlag: Carlsen | Seitenzahl: 480 Seiten | Erscheinungsdatum: 3. März 2017 | Zum Buch |

 

Inhalt:

Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.

 

Rezension:

Ich habe schon einige Bücher von Laura Kneidl gelesen, ihre YoungAdult Bücher und eines ihrer Fantasybücher. 'Water & Air' ist meine erste Dystopie von ihr.

 

Vor vielen Jahren stieg der Meeresspiegeln an und seitdem ist es nur noch möglich unter Wasser oder in der Luft zu überleben. In einer Kuppel unter Wasser lebt Kenzie und wünscht sich der Wasserkolonie zu entfliehen. Heimlich findet sie einen Weg in eine Lufkolonie und trifft dort auf ganz andere Probleme, denn diese für sie wunderschöne Kolonie hat ihre Schattenseiten.

 

Kenzie war eine sehr mutige Protagonistin, da sie einfach so in eine andere Kolonie reist, ohne zu wissen, was sie erwartet. Sie handelt manchmal etwas unbedacht, aber das machte sie zu einem sehr authentischem Charakter. Zum Ende hin habe ich ein paar ihrer Handlungen und Gedanken nicht ganz nachvollziehen können. Ich will aber nicht zu viel über die Geschichte verraten, aber sie hat ab und zu etwas überreagiert.

 

Callum hat mir unglaublich gut gefallen und ich fand ich auch super interessant. Leider fand ich seine Geheimnisse nicht so geheim und einige Sachen waren vorhersehbar, wenn auch nicht so für Kenzie. Er wirkte für seine 18 Jahre ziemlich reif, aber in dieser Version der Zukunft, konnte man das gut nachvollziehen.

 

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich sehr schnell und ein bisschen fehlte mir der Funken. So richtig konnten mich die beiden zusammen nicht überzeugen, da die Chemie nicht so sehr aufkam.

 

Zu Beginn hatte die Luftkolonie noch etwas utopisches und alles wirkte so perfekt, doch nach und nach bröckelt diese Fassade und es wird immer mehr zu der Dystopie, die man erwartet hatte. Das gefiel mir sehr gut, da man miterleben konnte, wie die Situation in der Kolonie immer schlechter wurde.

 

Bei Dystopien brauche ich meistens meine Zeit, um mich zurecht zu finden, aber hier hatte ich keine Probleme damit. Ich war sofort in der Geschichte drin, vorallem auch weil die Autorin nicht einfach die Informationen aneinanderreiht, sondern sie interessant in die Geschichte einflechtet.

 

Während ich schnell in die Geschichte gefunden habe und es am Anfang sehr spannend war, gab es in der Mitte ein kleines Tief. Es hat sich mittendrin etwas gezogen und der Mörder wurde auch eher durch Zufall entdeckt. Auch das Motiv fand ich ein bisschen irritierend.

 

Insgesamt war es doch eine sehr unterhaltsame Dystopie, trotz der kleineren Schwächen. Auch wenn mir dei New Adult Bücher der Autorin einfach besser gefallen.

 

4 von 5 Schmetterlinge


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Foto: Chantal Sadowski
Cover: Carlsen

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