*Rezension* Ezekiel Boone - Die Brut: Sie sind da

Autor: Ezekiel Boone | Titel: Sie sind da | Reihe: Die Brut Band 1 |  Verlag: Fischer Taschenbuch | Seitenzahl: 400 Seiten |  Erscheinungsdatum: 24. Mai 2017 | Originaltitel: The Hatching | Zum Buch |

 

Inhalt:

Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell.

Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören.
In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben.
In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich.
In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht.
Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.

 

Rezension:

Dieses Buch gehört nicht zu meinen üblichen Thrillern, in denen es fast immer darum geht, dass ein Mörder von der Polizei gejagt wird. Da 'Die Brut' anders klang, wollte ich dem Buch definitiv eine Chance geben und habe es mir daher geschnappt.

 

In Peru stirbt eine Gruppe Wanderer. Es gibt Seismografenschwankungen in Indien, aber ohne dass ein Erdbeben folgt. In einer äußeren Provinz von Chona geht eine Atombombe hoch. Mitten in Minnesota stürzt scheinbar ohne Grund ein Flugzeug ab. Dazu wird ein Ei in Peru entdeckt und nach Washington geschickt. Dieses Ei ist zehntausende Jahre alt, aber was dortdrin ist, schlüpft.

 

Es gab sehr viele Handlungsorte: Peru, Indien, China, Washington, Minnesota, Kalifornien, Schottland und dementsprechend auch viele verschiedene Protagonisten. Dadurch dass es immer gewechselt hat, konnte man keine wirkliche Verbindung zu einem der Charaktere aufbauen. Man hat natürlich viel über sie und ihr Leben erfahren und dadurch blieb keiner von ihnen blass, aber der Wechsel folgte immer so schnell, also nach jedem Kapitel, dass man niemandem wirklich nah kam.

 

Und ich muss doch zugeben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich musste einfach wissen wie es weiterging. Es war wie ein Katastrophenfilm, nur als Buch und dass es anstelle von Überschwemmungen und Erdbeben, Spinnen waren. Obwohl es dadurch auch einen kleinen Horroranteil hatte, da ich mir kaum etwas schlimmeres vorstellen könnte als Spinnen, die eventuell das Ende der Welt bringen würden. Da ich Spinnen nicht wirklich toll finde und mich sogar ziemlich vor ihnen ekel, war dieses Buch vielleicht nicht die beste Idee. Trotzdem war es ziemlich interessant und auch packend.

Der Schreibstil war wirklich klasse und man war schon auf den ersten Seiten mitten in der Geschichte drin. Es wurde von Kapitel zu Kapitel auch immer spannender. Das Grauen mit den acht Beinen hat mir immer wieder einen Schauer über den Rücken gejagt.

 

Ich werde die Trilogie definitiv weiterlesen, da ich unbedingt wissen möchte, was noch passiert und was die Menschheit gegen die Spinnen ausrichten kann. Aber sofort werde ich nicht zum zweiten Teil greifen, da ich jetzt irgendwas nettes brauche... Ohne acht Beine.


©
Foto: Chantal Sadowski
Cover: S. Fischer Verlage

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