*Rezension* Anja Tatlisu - Love without Limits

Autor: Anja Tatlisu | Titel: Love without Limits | Verlag: impress | Seitenzahl: 480 Seiten |  Erscheinungsdatum: 02. August 2018 | Zum Buch |

 

Inhalt:

Kurz vor ihrer Zwangsehe verliebt sich Grace in den geheimnisvollen Biker Wyoming, der sie auf ein Leben in Freiheit hoffen lässt. Doch der Einfluss der elitären Vereinigung, die ihr gesamtes Sein kontrolliert, reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus. Unter der Führung seines Präsidenten geht der sogenannte »Gentlemen Club« sogar über Leichen, um Abtrünnige zu bestrafen. Als sich die Schlinge um den Hals der jungen Frau immer fester zuzieht, offenbart sich schließlich die dunkle Vergangenheit des Bikers. Nun muss Grace entscheiden, ob sie bereit ist dem faszinierenden Mann mit den seegrünen Augen zu vertrauen und für den Traum vom Glück ihrer beider Leben zu riskieren…

 

Rezension:

Charity ist eine Kleinstadt mitten in Amerika und doch ist so anders, als die anderen. Die Bewohner werden überwacht von einer Instanz, die sich die Gentleman nennt. Trotz moderner Technologie werden Frauen immer noch behandelt, wie in einem vergangenen Jahrhundert. Sie sollen keusch bleiben, werden ständig überwacht und dann vom Varer an die beste Partie also den Meistbietenden verschachert. Grace ist als so eine Tochter. Aufgewachsen im goldenen Käfig hat sie nichts, was wirklich ihre gehört und sie steht kurz vor einer Zwangsehe. Als sie sich eines Nachts rausschleicht trifft zu auf den Biker Wyoming. Dieser ist ihre Karte in die Freiheit und dazu auch noch der Mann, der ihr Herz höher schlagen lässt.

 

Grace ist unglaublich naiv, was durch ihre Erziehung nicht ganz unverständlich war, da sie nie eine wirkliche Möglichkeit hatte, auf das echte Leben. Ihr ganzes Leben wurde von ihren Eltern geplant, ob es um ihre Ernährung geht, ihre Kleidung oder auch wer ihre Freunde sind und auch wen sie irgendwann mal heiraten muss. Trotzdem dauerte es sehr lange bis sie in diese Richtung eine richtige Entwicklung durchgemacht hat. Sie musste so viel durchmachen und hätte sich ein paar Mal fast aufgeben, aber sie hat auch sehr viel Stärke bewiesen, da sie

 

Wyoming ist ein attraktiver und selbstbewusster Biker und Teil des Northwest Chapters der Guardians. Er hat einen großen Beschützerinstinkt, der vorallem bei Grace zum Vorschein kommt und würde alles tun, um sie aus ihren Leben (ihrem Käfig) zu befreien. Er steckt aber noch viel mehr hinter seinem Charakter, als man zu Beginn vermuten würde.

 

Es ging mir am Anfang etwas zu schnell. Grace und Wyoming sehen sich zweimal und schon spricht sie von Liebe. Abgesehen von seinem attraktiven Äußeren, kennt sie ihn überhaupt nicht und ist doch der Meinung, dass er die Möglichkeit ist, ihrem Leben zu entfliehen. Ich hätte mir da ein bisschen mehr gewünscht und keine Liebe, die schon nach dem ersten Blickkontakt entflammt.

 

Ich habe mich zu Beginn gefragt, ob es eine Dystopie ist oder eine alternative Realität. Das Leben in Charity glich dem Leben in einer Sekte und die Idee dahinter hat mich sofort in ihren Bann gezogen. 'Sons of Anarchy trifft auf Romeo und Juliet' trifft es sehr gut und das auch noch in einer dystopischen Umgebung. 

 

Der Schreibstil war packend und es wurde dazu auch noch von Seite zu Seite spannender. Man hat sich wirklich gefragt in welche Richtung, die Geschichte noch gehen wird. Während es zu Beginn sehr schnell ging, war auch das Ende etwas abrupt und auch dort hätte es ausführlicher sein können. Trotzdem fand ich die Geschichte um Grace und Wyoming wirklich toll und war begeistert von der Idee der Autorin.


Es gab eine Sache, die mir dazu auch wirklich gut gefallen hat und das waren die Kapitelüberschriften. Es waren immer Sätze aus dem folgenden Kapitel und haben einem schonmal einen minimalen und manchmal auch irreführenden Eindruck in das gegeben, was noch passieren wird. Natürlich hatte man manchmal Vermutungen, aber mit einigen Dingen wurde ich dann doch überrascht und zwischendurch sogar schockiert.

 

Es war für einen Bikerroman etwas süßer als erwartet, passte damit aber auch sehr gut zum Verlag.  Das Buch ist ein Einzelband, aber ich hätte nichts gegen ein weiteres Buch der Autorin, denn es gab da ein paar sehr interessante Nebencharaktere.

 

4 von 5 Schmetterlinge


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Foto: Chantal Sadowski
Cover: impress - Carlsen

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